DOCTRINA FLORUM

KLEINE BLUMENLEHRE

LYCIUM BARBARUM

DIE GOJI-BEERE

auch bocksdornfrucht, wolfsbeere oder glücksbeere genannt

goji-beeren sehen aus wie kleine rote rosinen und schmecken wie eine mischung aus cranberries (preiselbeeren) und kirschen. die typische region in china, wo die pflanze zu finden ist, nennt sich ningxia und von dort aus hat sie sich als kulturpflanze weit verbreitet. Die kleinen unscheinbaren roten früchte, die aussehen wie berberitzen, haben einiges zu bieten. bocksdornfrüchte enthalten im verhältnis zu ihrem gewicht viele vitamin- und mineralstoffe und haben ein sehr hochwertiges aminosäureprofil. manche werbeeinschaltungen bezeichnen bocksdornfrüchte deshalb als „hybrid aus nahrungsmittel, vitamin und medizin – ein super überlebensmittel“. das interesse an tibetischer medizin und der hohen lebenserwartung von hunzas – angeblich werden viele von ihnen über 100 Jahre – trägt dazu bei, dass goji beeren als wunder-lebensmittel mit anti-aging effekt gepriesen werden.

PYRACANTHA

DER FEUERDORN

aus der familie der rosengewächse

pyracantha-arten wachsen als große, immergrüne sträucher oder kleine bäume häufig mit stark bedornten zweigen, die meist wuchshöhen von etwa 4 bis 6 meter erreichen. die wechselständig oder in büscheln angeordneten, kurz gestielten bis ungestielten laubblätter sind einfach. die blattränder sind glatt bis gesägt. es sind nebenblätter vorhanden.
im frühjahr oder frühsommer erscheinen die schirmtraubigen blütenstände. die zwittrigen, radiärsymmetrischen blüten sind fünfzählig. als gattung innerhalb der pyrinae sehen die früchte wie kleine äpfel aus. die im herbst reifenden früchte sind gelb, rot oder orange gefärbt. die arten der gattung feuerdorn kommen ursprünglich von südosteuropa bis südostasien vor.
der immergrüne feuerdorn wird wegen seiner auffälligen blüten und beeren sehr gern in gärten als ziergehölz gepflanzt und seiner dornigen zweige wegen für hecken verwendet. er wird, obwohl in mitteleuropa nicht einheimisch, als vogelschutzgehölz verwendet, da sein dichter wuchs und die dornigen zweige vogelnester gut vor katzen, mardern und anderen kleinen beutegreifern schützen und seine lange am strauch verbleibenden beeren im winter von vögeln gern gefressen werden. er ist recht anspruchslos und verträgt auch trockenheit, weswegen er in öffentlichen grünanlagen gern eingesetzt wird. die früchte des europäischen feuerdorns sind für den menschen nicht genießbar, sie gelten als schwach giftig.

GENTIANA CLUSII

DER ECHTE ALPENENZIAN

auch stängelloser kalk-enzian oder kalk-glocken-enzian genannt

der clusius-enzian wächst auf mageren und kalkhaltigem trockenrasen oder auf kiesgrund in den alpen, im alpenvorland, im jura, im schwarzwald und in den karpaten. er ist von der montanen tallage bis in eine alpine höhe von 2800 m verbreitet. Er ist eine charakterart des seslerion albicantis-verbands, kommt in tieflagen aber auch in gesellschaften des mesobromion-, des molinion- oder des caricion davallianae-verbands vor. der clusius-enzian steht, wie alle anderen enzianarten, in deutschland und österreich unter naturschutz. mit dieser charakteristischen, im Verhältnis zum übrigen pflanzenkörper extrem großen, leuchtend blauen blüte wurde der enzian zum archetyp der alpenblume und des enzians schlechthin. die meisten abbildungen, auf denen enzian ohne nähere bezeichnung dargestellt wird, zeigen seine blüten - unter anderem auch auf etiketten von schnaps- und arzneimittelflaschen, obwohl dort niemals bestandteile von stängellosem enzian, sondern fast immer bitterstoffe aus den wurzeln des großwüchsigen gelben enzians (gentiana lutea) enthalten sind.

ACINOS ALPINUS

DER STEINQUENDEL

auch alpen-steinquendel genannt

er kommt auf steinigen hängen, trockenrasen und schutt vor. die pflanze liebt kalkhaltige böden bis 2.500 m. Der steinquendel ist ausdauernd, wird von 8 bis 45 cm hoch und weist eine leichte behaarung auf. die stengel sind verholzt, die blätter gegenständig und oval. die blüten bilden 3 - 8 blütige quirlen, die blütenkelche sind röhrig, violett und innen weiß gezeichnet. ganze pflanze duftet aromatisch pfefferminzähnlich und enthält dieselben wirksamen inhaltsstoffe (hauptsächlich ätherische öle) wie das verwandte bohnenkraut, wenn auch in geringerem ausmaß. blütezeit ist von juni bis september. das verbreitungsgebiet umfasst die gebirge mittel- und südeuropas sowie nordafrika bis nach kleinasien. in österreich ist sie häufig in allen bundesländern, fehlt aber in wien und burgenland.